|
Die Kelten erschufen eine Kunst, die bis heute in allen Kulturen einzigartig ist. Es sind die sich windenden, wirbelnden, unendlich verknüpften Gebilde der Spiral- und Knotenmuster, die auf den ersten Blick chaotisch wirken, aber von einer Systematik und tiefer Ordnung geprägt sind. Das Ursprungssymbol ist die Spirale, die bereits in der Megalithkultur bekannt war und die Kreisläufe der Lebens darstellte sowie die Weiterentwicklung von innen nach außen oder von außen nach innen. Beobachtungen der Umlaufbahn der Sonne, von Schneckengehäuse, Wasserstrudel, Wolken und Wirbelstürmen mögen die Kelten zur Wahl der Spiralform bewegt haben. Um etwa 500 nach unserer Zeitrechnung griffen die Kelten die Idee der Flechtmuster von anderen Völkern auf, und entwickelten diese weiter. Inspiriert wurden die Kunsthandwerker vermutlich in der Frühzeit der Christianisierung von den Psaltern und Evangeliarien, die die Mönche aus dem Mittelmeerraum mitbrachten. Die berühmtesten Beispiele finden sich in den "Book of Kells", dem "Book of Durrow" und dem "Book of Lindisfarne". Die keltischen Flechtmuster sind nicht nur kunstvolle Verzierung, sondern eine Darstellung des Lebensnetzes. Denn das Denken in Zusammenhängen war eines der hervorstechendsten Merkmale der Kelten. Sie verstanden es, Verbindungen zwischen den Erscheinungen der Natur, dem Verhalten der Menschen, dem Wirken der Götter herzustellen. Zu Celtic Design gehört neben den Spiral-, und Flechtmuster eine weitere Bandbreite von keltischen Symbolen und Motiven, zu denen Tiermuster sowie Buchstaben als auch der keltische Lebensbaum gehören. In der Praxisbuchreihe Celtic Design wird Schritt für Schritt das Entstehen eines Knotenmusters, Tiersymbols oder graphisch gestalteter Anfangsbuchstaben erklärt . So wird es für jeden möglich, seine eigenen keltischen Motive zu gestalten. Das fundierte Wissen über den heidnischen und christlichen Hintergrund der gezeigten Symbole stammen vom Autor Aidan Meehan. Er studierte die Kunst der Kelten in Irland und Schottland und gilt seit 20 Jahren als Spezialist. Als führender Kopf in der Renaissance dieser Tradition, gibt er Workshops und Schulungen in Europa, USA und Kanada. |
![]() |